Eine kleine Geschichte

 2015_01_14-tk-1

 Auf dem Bahnsteig

für Valeria

 

Ich stehe auf einem Bahnsteig. Wie ich hierher gekommen bin, weiß ich nicht. Ich stehe auch nicht wirklich. Ich gehe hin und her. Vorhin fand ich mein Gepäck. Glücklicherweise! Es ist alles dabei. Vor allem meine Bücher. Sogar die alten, die ich in meiner Jugend gelesen habe. Die ganzen Karl-May-Bände. Damals ritt ich als Held durch die Prärie, zumindest in meiner Fantasie. Das wirkliche Leben sah anders aus. Demütigungen, Hänseleien. Gut, ich hatte auch zwei drei Freunde. Ich war kein einsamer Psychopath, der am liebsten irgendwann ein Gewehr genommen und um sich herum alle abgeknallt hätte. Es gab Jüngere auf dem Schulhof, die schwächer waren als ich. So ist das eben im Leben. Man steckt ein, wenn man unterlegen ist, und teilt aus, wenn man überlegen ist. Immer noch besser, als Leute zu erschießen.

Von meiner Familie ist nichts zu sehen. Was heißt Familie. Ich habe keine Kinder. Zumindest weiß ich nichts davon. Aber ich bin verheiratet. Da ist auch ein Foto von meiner Frau. Steckt zwischen den Hessebüchern.

Wie komme ich nur hierher? Ich kann mich nicht erinnern. Und dieses Gepäck! Als würde ich umziehen. Ein Berg von irgendwelchen Dingen, von Andenken. Die Maske von Mephisto. Ich hatte sie selbst gemacht. Aus Gips. In der Schule. Wann war das? Vor vierzig Jahren? Ist das wirklich schon so lange her? Und dazwischen? Wie einem die Tage doch so aus der Hand gleiten. Man spürt sie nicht mehr. Sie verschwimmen in der Erinnerung. Dann bleiben nur die Artefakte, wie diese Maske. Der Beweis, dass es die Vergangenheit gegeben hat. Dass wir sie uns nicht einfach nur vorstellen.

Mein alter Füller. Der Einzige, den ich nicht zerbissen habe. Ich kaute nämlich gerne auf den Stiften und Füllern herum. Deshalb kaufte mir meine Mutter irgendwann einen mit einer Metallhülse. Da liegt er. Mitten auf dem Berg aus Gepäck.

Ich friere! Es ist kalt. Ich hätte besser wärmere Sachen angezogen. Im Gepäck finde ich meine alte Lederjacke. Ich kaufte sie mir damals von meinem ersten selbst verdienten Geld. Sie passt mir natürlich längst nicht mehr. Aber sie liegt hier im Gepäck. Auf einem der Koffer. Ausgebreitet, als wäre sie eine Auslage oder ein Museumsstück. – Mir geht es nicht gut. Es ist seltsam hier.

Wann fährt endlich mein Zug? Auf der Anzeige ist nichts zu sehen, keine Ankunft- oder Abfahrtszeiten, keine Fahrziele, nichts! Und wenn ich entlang der Schienen blicke, sehe ich nur blendend helles Licht. Sowohl rechts wie links. Nicht zu erkennen, ob sich da in der Ferne schon ein Zug Richtung Bahnhof bewegt. Wo ist meine Frau? Sucht sie eine Toilette? Sie hatte schon immer eine schwache Blase. Wenn wir eine längere Strecke mit dem Auto fuhren, hielten wir alle zwei Stunden an, weil sie austreten musste. Sie ist blond, meine Frau. Sie war es. Inzwischen mogeln sich auch ein paar graue Haare darunter. Sie leidet sehr darunter.

Warum ist es hier so leer? Kein Mensch zu sehen. Nichts zu hören. Auch keine Ansage. Ganz anders, als auf anderen Bahnhöfen. Da ist es laut, da pulsiert das Leben. Hier dagegen ist alles still. Wie auf einem Friedhof. Wann kommt endlich der Zug? Ich sehne mich danach, in ein Abteil zu steigen. Es ist so kalt hier. Ich laufe herum. Aber allzu weit will ich mich nicht von meinem Gepäck entfernen. Sonst kommt noch etwas weg. Zum Beispiel meine Tasse, die ich zu meinem neunten Geburtstag geschenkt bekam. Seltsam, dass ich ausgerechnet die mitgenommen habe. Natürlich, damals freute ich mich darüber und war stolz, eine eigene Tasse zu haben. Wenn jemand aus der Familie sie benutzen wollte, musste er mich vorher fragen. Da fühlt man sich als Neunjähriger wie ein kleiner Erwachsener und sehr wichtig. Das ist schön. Seltsam! Bedeutsam war die Tasse schon für mich. Damals! Aber heute? Ich weiß nicht, warum ich sie mitnehme.

Wohin fahre ich eigentlich? Ich habe keine Ahnung. Es ist, als habe ich mein Gedächtnis verloren. Aber wodurch? Ich kann mich nicht einmal daran erinnern, wer diese ganzen Sachen gepackt hat. War es Diana? Aber es sind viele wichtige Dinge dabei, von denen sie keine Ahnung hat. Dinge aus der Vergangenheit. Wir redeten selten darüber. Wir kennen uns erst seit drei Jahren. Sie ist meine Freundin. Das fällt mir eben erst auf! Ich bin nicht mehr mit meiner Frau zusammen. Wie konnte ich das nur vergessen? Wie konnte ich nur die glücklichsten Jahre in meinem Leben vergessen. Die Zeit mit Diana. Warum erinnerte ich mich vorhin an Hannah? Warum nicht an sie? Ich dachte, meine Ehe sei längst aus dem Gedächtnis gelöscht. Wir fanden kein gutes Ende. Wahrscheinlich lag es an uns beiden Wie das eben so ist. Am Anfang ist die Leidenschaft groß. Aber sie stirbt mit dem Alltag. Was bleibt dann übrig? Vielleicht wäre da noch einiges gewesen, wenn nicht alles im Sumpf der Gleichgültigkeit versunken wäre. Es ist uns entglitten. Es ist uns einfach entglitten.

Ich sehe gerade in meinem Gepäck das T-Shirt, das sie mir einmal zu Weihnachten schenkte. Ein ganz verrücktes Shirt mit bunten grellen Farben. Ich glaube, ich habe es nie getragen. Wer schenkt auch schon im Winter kurzärmelige T-Shirts mit einem solch kindischen Muster= Ich war damals schon Ende dreißig. Ob sie es sehr verletzt hat, dass ich es nie anzog?

Ja, wenn sie die Koffer gepackt hätte. Sie wusste vielleicht von der Tasse und der Lederjacke. Aber sie starb vor vier Jahren an Leukämie. Damals waren wir schon getrennt. Sie kann es also nicht gewesen sein. Und außerdem hat sie keine Ahnung von dem zerbrochenen Besenstiel, der hier an der Seite steckt. Durch ihn lernte ich Diana kennen. Vor drei Jahren. Ich kehrte die Straße. Es war das erste Mal. Normalerweise mache ich das nicht. Aber dieses eine Mal musste ich es tun. Meine Putzfrau war in Urlaub und einen Ersatz hatte ich nicht bekommen. Es war auch schon Herbst und die Bäume warfen fleißig Blätter ab. Die konnten nicht drei Wochen liegen bleiben. Also kehrte ich sie vom Bürgersteig weg. Nur war ich so ungeschickt darin, dass der Stiel des Besens zerbrach. Diana war zu Besuch bei einer Nachbarin, kam gerade aus dem Haus und beobachtete mein Missgeschick. Sie fing laut an zu lachen. Ihre Freundin lachte und schließlich lachte ich auch. Vom vielen Lachen bekam sie einen heftigen Schluckauf. Und dann lachten wir alle nur noch mehr. Es ist schön jemanden durch Lachen kennenzulernen. Ich hatte die Hoffnung, dass unsere Beziehung dadurch leichter werden würde. Wir gingen sehr humorvoll miteinander um. Es ist immer wieder der Alltag, der uns so vieles nimmt.

Langsam beginne ich zu zittern. So kalt ist es. Ich weiß noch gar nicht, wie ich das viele Gepäck in den Zug bekommen soll. Wenn nur jemand von der Bahnhofsaufsicht hier wäre. Den würde ich bitten, eine Weile auf meine Sachen aufzupassen, damit ich kurz in die Halle gehen könnte, um mich aufzuwärmen. Aufpassen vor allem auf die Gitarre. Eine elektrische Gitarre, eine Fender. Wir gründeten nämlich eine Band. Damals war ich sechzehn. Mit meinen drei Kumpels wollten wir groß rauskommen. Zugegeben, unser Hintergedanke war, auf diese Art Mädchen kennenzulernen. Also suchten wir eine Sängerin, vielleicht sogar zwei. Wir veranstalteten ein richtiges Casting. Leider kam nur eine, Sabine. Natürlich nahmen wir sie in unsere Band auf. Wobei wir nie richtig zusammen spielten. Wir trafen uns immer nur in der Kneipe und träumten davon. Aber es war trotzdem schön. Sabine wurde dann auch meine erste Freundin. Sie brachte sich um, kurz nachdem wir miteinander Schluss gemacht hatten. Man fand sie im Bett mit unserem Freundschaftsring am Finger. Meinen habe ich auch noch. Er ist in einem Kästchen. Das ist bestimmt auch in dem Stapel. Genau wie mein alter Führerschein. Ich habe ihn gegen einen modernen getauscht, aber den alten behalten. Einfach als Erinnerungsstück.

Welcher Bahnhof ist das überhaupt? Es ist nirgendwo ein Name angeschrieben. Ich kann von hier aus auch gar nicht die Halle sehen. Nur die Treppen, die zu dem Durchgangstunnel unter den Gleisen führen.

Im Stapel liegt ein altes Bahnticket. Eine Zugfahrt nach Berlin. Noch zu Mauerzeiten. Lernte ich nicht auf dieser Fahrt Jasmin kennen? Wir unterhielten uns, während der Zug elende Stunden durch die DDR polterte. Sie schrieb mir später einige Briefe. Aber ich antwortete ihr nie. Warum, weiß ich auch nicht. Ich glaube, ihr ging es nicht gut. Vielleicht hätte ich mich doch bei ihr melden sollen. Keine Ahnung, was aus ihr geworden ist. Nicht dass sie unattraktiv gewesen wäre. Im Gegenteil. Ich war damals auch noch nicht mit Hannah zusammen. So trifft man im Leben manchmal Entscheidungen, ohne genau zu wissen, weshalb.  Seltsam, dass ich gerade heute an sie denken muss.

Vielleicht stehe ich am falschen Bahnsteig? Kein Wunder, dass hier sonst niemand ist. Wenn gar kein Zug abfährt? Aber die anderen Steige sind auch leer. Sollte ich doch einmal versuchen, die Bahnhofshalle zu finden? Wenn sowieso kein Mensch hier ist? Ist das nicht zu riskant? Man hört ja immer wieder von Bomben, die im Gepäck versteckt werden, von diesen verdammten Terroristen. Oder Drogen von irgendwelchen Dealern. Ich weiß ja nicht mehr, wohin ich fahren wollte. Vielleicht ins Ausland. Da macht man mit Drogenschmugglern kurzen Prozess. Nein. Das ist mir alles zu riskant. Ich bleibe hier.

In den letzten Jahren verreiste ich selten mit der Bahn. Das geziemt sich nicht für Angestellte im mittleren Management. Wir haben Dienstwagen für unsere Reisen. Damit ist man flexibel, kann sich individuell auf die Wünsche des Kunden einstellen. Ist schon eine feine Sache so ein Dienstwagen. Einer der Gründe, weshalb es sich gelohnt hat, sich hochzuarbeiten. Und ich habe mich hochgearbeitet! Das war alles andere als leicht. Manchmal wird man auf dem Weg zu Dingen gezwungen, die man gar nicht tun möchte. Mein bester Kumpel und Kollege Dietmar war in der Firma der Rebell. Klar, er wollte, dass alles ein bisschen gerechter wird. Kann ich verstehen und ich habe ihn ja auch meistens unterstützt. Aber es ist logisch, dass man sich von Querulanten distanzieren muss, wenn man im Management aufsteigen will. Und es stimmte ja auch, er brachte immer wieder Unruhe in den Betrieb. So edel seine Ziele auch waren, er tat damit der Belegschaft keinen Gefallen. Es gibt eben Menschen, die verursachen nur Chaos. So einer war Dietmar. Es war nur eine Frage der Zeit, wann man ihn aus der Firma herausekeln würde. Das ist nicht auf meinem Mist gewachsen. Das kam von ganz oben. Sozial hin, sozial her. Ein Betrieb ist nicht nur für seine Mitarbeiter da. Dafür hatte ich Verständnis. Man kann die Dinge nicht nur von einer Seite betrachten. Dietmar brach danach jeden Kontakt zu mir ab. Obwohl ich ihm versuchte, meinen Standpunkt zu erklären.

Es ist so kalt hier. Vielleicht sollte ich doch im Gepäck nachschauen, ob nicht Pullover oder Jacken dabei sind. Ich sehe nur die Teekanne meiner Mutter. Sie hatte sie zu ihrer Hochzeit geschenkt bekommen. Nicht gerade ein Stück, was ich heute benutzen würde. Altmodisch eben! Am Deckel ist eine Kante abgebrochen. Das war ich. Da war ich noch ein Kind. Acht Jahre alt. Ich goss Tee ein und hielt den Deckel nicht fest. Er fiel auf den Tisch und ein Stück brach aus ihm heraus. Meine Mutter schimpfte sehr mit mir. Sie sagte, aus mir würde nichts werden, ich sei zu ungeschickt, zu tollpatschig. Wieso ist diese Kanne in meinem Gepäck? Ich wusste gar nicht, dass ich sie noch hatte. Langsam wird mir die Sache unheimlich.

Warum ist es hier so still? Nur dieses rhythmische Zischen im Hintergrund. Als würde irgendwo eine Dampflok stehen. Eben kommt ein Zug eingefahren. Endlich! Ich dachte schon, ich müsse hier erfrieren. Die Wagen sind ganz weiß. Sie schimmern so seltsam in dem hellen Licht, aus dem sie kommen, als wäre ein Hauch davon an ihnen haften geblieben. Der Schaffner steigt aus und kommt auf mich zu. Er fragt mich nach meinem Namen. Ich sage ihm, wie ich heiße und er nickt. Ich greife in die Taschen, weil ich denke, dass er mich gleich nach der Fahrkarte fragt. Doch er sagt nur, ich solle mich ausziehen. Ausziehen, frage ich. Ja ausziehen, sagt er. Aber warum, will ich wissen. Da erzählt er mir, die Vorschrift verlange es, dass die Fahrgäste sich freimachen. Kleider seien auf der Reise verboten. Als ich ihn erneut nach dem Warum frage, blockt er einfach ab und sagt, er habe nicht ewig Zeit. Ich solle mich beeilen.

Langsam zweifle ich an meinem Verstand. Aber ich finde, das mit dem Ausziehen, geht zu weit. Also sage ich ihm, dass ich unter diesen Umständen keinesfalls mitfahren werde. Das hätte ich nicht zu entscheiden, entgegnet er mir. Mir reißt der Geduldsfaden. Ich erhebe die Stimme und poche auf mein Recht als freier Mensch. Und was erwidert er? Es gäbe keine freien Menschen. Ich solle mich jetzt endlich bereit machen. So einen unverschämten Schaffner habe ich noch nie erlebt. Während ich die Hosen ausziehe, frage ich ihn, was nun mit meinem Gepäck geschehe. Dabei deute ich auf den großen Berg von Erinnerungsstücken. Er sagt mir, dass alles hier bleibt. Ich ziehe die Hosen wieder hoch. Empört fragt er mich, was das soll. Ohne mein Gepäck würde ich nicht fahren, teile ich ihm in ruhigem Ton mit. Schließlich soll er merken, dass ich mir nicht jede Frechheit bieten lasse. Noch einmal sagt er mir, ich hätte das nicht zu entscheiden. Ich frage ihn, wohin dieser Zug überhaupt fahre. Das würde ich schon sehen, sagt er. Und wenn das Gepäck geklaut werde, während ich weg bin? Egal, sagt er. Egal? Für ihn vielleicht, aber nicht für mich. Das versuche ich ihm auch klar zu machen. Doch er blockt wieder ab und meint, ich solle mein Herz nicht an Dinge hängen, die völlig wertlos seien. Wertlos? Ich bin konsterniert über die Frechheiten, die sich dieser Mensch erlaubt. Ich will ihm in die Augen schauen. Aber sein Gesicht kann ich nicht sehen. Er hat die Schirmmütze tief in die Stirn gezogen, sodass es im Dunkeln bleibt. Ich ziehe die Hosen langsam aus. Was soll ich machen? Diese impertinente Person strahlt eine gewisse Macht aus, der man sich nicht entziehen kann.

Ich bin nackt. Ein seltsames Gefühl. Ob mich die Leute im Zug wohl gerade beobachten? Mit unseren Kleidern bedecken wir unsere kleinen Fehler, unsere Unstimmigkeiten. Jetzt sind meine für jeden sichtbar. Das ist mir peinlich. So soll ich in den Zug steigen? Womöglich durch einen Großraumwagen marschieren? Wie stellt sich dieser Mensch das vor? Ich versuche es ihm zu erklären. Aber er winkt nur ab. Er möchte nichts mehr davon hören. Er fordert mich auf endlich einzusteigen. Sonst fährt der Zug zu spät ab. Vorher solle ich aber noch meinen Ring abstreifen. Er ist ein Geschenk von Diana. Meine Bemühungen, ihn von der Bedeutung für mich zu überzeugen, schlagen wieder fehl. Ganz lapidar sagte er, nichts von alledem sei wichtig, nicht einmal der Freundschaftsring von Sabine und schon gar nicht der Rest von diesem Zeug. Bei diesem Schaffner wundert mich gar nichts mehr, auch nicht, dass er von Sabine weiß. Ich drehe mich nach meinem Gepäck um. Nichts von alledem ist wichtig? Wer bin ich, wenn nicht dieser Haufen an Erinnerungen?

Jetzt, wo ich darüber nachdenke, will ich doch nicht in den Zug einsteigen. Ich habe noch so viele wichtige Dinge zu erledigen. Zum Beispiel muss ich die Scheiben meines Wagens reinigen. Da kann man nur noch schlecht durchsehen. Das Harz der Bäume und die Insekten! Kein Wunder, dass ich die Bremslichter des LKW nicht gleich sehen konnte. Das war ein ohrenbetäubender Lärm…

Ja. Die Scheiben muss ich unbedingt putzen! Außerdem habe ich fürs Wochenende Theaterkarten reserviert.

Als ich das dem Schaffner sage, winkt er lachend ab. Ich verstehe diesen Kerl nicht.

Er nimmt mich am Arm und führt mich zur Tür des Waggons. Dann gibt er mir einen Schubs. Ich falle ins Wageninnere. Etwas hat sich in mir verändert. Ich habe Angst. Warme Luft weht in mein Gesicht. Endlich! Dann, noch bevor ich mich aufrichten kann, sehe ich es. Ich sehe es in seiner ganzen Schlichtheit, in seiner ganzen Schönheit und ich senke meinen Kopf wieder zu Boden und weine.

 

 

 

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